Plakate für mehr Toleranz

BAD KÖNIGSHOFEN
Plakate für mehr Toleranz

Projekt junger Leute hilft Grenzen überwinden und Vorurteile abzubauen

  • Sind Sie tolerant? Das fragte der Spiegel bei der Präsentation im Museum (Bild unten). 12 bis 14 Jahre alt waren die Teilnehmer am Projekt „Zweikultur Plakatprojekt für mehr Toleranz“, vorn Michelle Heberlein, Antonio Guida, Anna-Lena Klör, Ina Hein und Angelika Walder, dahinter die Vertreter von jukunet und des JFF, Renate Knaut, Thomas Kupser, Mareike Schemmerling und Andreas Rottmann (Bild oben).
    Fotos (2): Vossenkaul
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Für mehr Toleranz werben ab sofort in Bad Königshofen und Umgebung zwei ansprechend gestaltete, gut gelungene Plakate, die innerhalb des Ferienprogramms des junkunet (Jugend-Kulturnetzwerk) entstanden. Die Durchführung des Workshops „Zweikultur – Plakatprojekt für mehr Toleranz“ lag in den Händen von Mareike Schemmerling und Thomas Kupser vom JFF München (Institut für Medienpädagogik), dessen Kampagnen im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ unter anderem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert werden.

Eigenen Standpunkt finden

Drei Tage dauerte der Workshop, in dem sich fünf Jugendliche zunächst Gedanken über die Toleranz im Allgemeinen machten, erste Ideen für eine Plakatgestaltung entwickelten und die Aufgaben verteilten. Dazu gehörte auch die Betrachtung des eigenen Standpunkts und der eigenen Erfahrungen mit der Toleranz.

Sind die Jugendlichen einheimisch oder eingewandert, stehen sie auf Techno oder Hip Hop, wo sind für sie die Grenzen der Toleranz und was können sie dazu beitragen, dass es mehr Verständnis und Toleranz in der Gesellschaft gibt?

Als griffigen Slogan einigten sie sich die Teilnehmer auf „Anders ist nicht giftig“. Auf vielen Fotos und in kleinen Filmszenen wurde festgehalten, wie die Ideen Gestalt annahmen. Am Ende stand eine Präsentation im Museum auf dem Programm, bei der die Teilnehmer ihren Angehörigen und allen weiteren Interessenten ihre Eindrücke und Ziele schilderten und fertige Plakate präsentieren konnten. Die Gäste waren auch aufgefordert eigene Gedanken zum Thema Toleranz aufzuschreiben.

Stolz auf die Erfahrungen

„Es war am Anfang eine Überwindung, früh aufzustehen und einen Teil der Ferien zu opfern, dann hat es aber viel Spaß gemacht“, sagte Angelika Walder. Gemeinsam mit Ina Hein, Anna-Lena Klör, Michelle Heberlein und Antonio Guida war sie stolz über die gelungene Aktion, die durch das Aushängen der Plakate die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erreichen wird. Lob gab es von den Kursleitern, die die Gruppe als „sehr engagiert“ bezeichnete und sich über die punktgenaue Fertigstellung der Präsentation freuten.

Die entstandenen Plakate werden auch Teil der in Bad Königshofen geplanten Ausstellung „Kraut 2.0“ sein, die am 15. Mai um 19 Uhr eröffnet wird.

http://www.mainpost.de/regional/rhoengrabfeld/Plakate-fuer-mehr-Toleranz;art767,6732458